Montag, 13. August 2018

Klassentreffen

Klassentreffen

Fremde Menschen, Fremdes Lachen
und doch noch irgendwie vertraut.
Schau in Gesichter in denen das Leben
seine Spuren hinterlassen hat,
wie man Spuren im Sand hinterlässt.
Blicke in Augen, die strahlen
wie Sterne in frostigen Nächten.
Bilder werden von Hand zu Hand gereicht,
Momentaufnahmen fremder Leben.
Plötzlich heißt es, weißt du noch,
Stimmengewirr.
Lachen schon wieder vertraut.
Das Gestern wird neu erschaffen.
Bilder aus der Vergangenheit tauchen auf,
verschwinden wieder,
um dem Heute Platz zu machen.
Für Manchen hier freu ich mich,
das es heut´ nicht regnet,
sie haben vergessen,
das wir einmal alles teilten,
vor langer Zeit als wir noch Kinder waren.




Sept.2007, Textverzeichnis C, Text 43, Ines Peters

Montag, 6. August 2018

Sonnenseite


Sonnenseite

Das du dich einmal dazu herab lässt mit mir zu sprechen,
daran habe ich echt nicht mehr geglaubt.

Du hast immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden,
kennst dessen Schattenseiten überhaupt nicht.
Schon als Kind wurde dir jedes noch so kleine Steinchen
aus dem Weg geräumt, damit dein Weg nie holprig war.
Wenn sich Andere Recken und Strecken müssen,
um von den süßen Früchten des Lebens zu kosten,
vielen sie dir von selbst zu, ganz ohne Anstrengung.
Heute nun brichst du, wie ein Grashalm im Wind,
dabei war es doch nur ein laues Lüftchen,
welches durch dein Leben zog,
was passiert dann erst,
wenn einmal ein Sturm aufzieht ?
Wenn eine sanfte Brise für dich schon der Weltuntergang ist !

Jetzt sitzt du hier bei mir und weinst,
mir fehlen die Worte für deinen Schmerz,
kann dich nur schwer verstehen.

Du hast immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden,
kennst dessen Schattenseiten überhaupt nicht.
Schon als Kind wurde dir jedes noch so kleine Steinchen
aus dem Weg geräumt, damit dein Weg nie holprig war.
Wenn sich Andere Recken und Strecken müssen,
um von den süßen Früchten des Lebens zu kosten,
vielen sie dir von selbst zu, ganz ohne Anstrengung.
Heute nun brichst du, wie ein Grashalm im Wind,
dabei war es doch nur ein laues Lüftchen,
welches durch dein Leben zog,
was passiert dann erst,
wenn einmal ein Sturm aufzieht ?
Wenn eine sanfte Brise für dich schon der Weltuntergang ist !

Setzte deine rosarote Brille ab,
schau dich einmal um in der Wirklichkeit,
die dir bisher verborgen blieb.


Du hast immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden,
kennst dessen Schattenseiten überhaupt nicht.
Schon als Kind wurde dir jedes noch so kleine Steinchen
aus dem Weg geräumt, damit dein Weg nie holprig war.
Wenn sich Andere Recken und Strecken müssen,
um von den süßen Früchten des Lebens zu kosten,
vielen sie dir von selbst zu, ganz ohne Anstrengung.
Heute nun brichst du, wie ein Grashalm im Wind,
dabei war es doch nur ein laues Lüftchen,
welches durch dein Leben zog,
was passiert dann erst,
wenn einmal ein Sturm aufzieht ?
Wenn eine sanfte Brise für dich schon der Weltuntergang ist !


Setzte deine rosarote Brille ab,
schau dich einmal um in der Wirklichkeit,
die dir bisher verborgen blieb,
dann weißt du,
wie schrecklich das Leben sein kann.

Es war doch nur eine sanfte Brise,
die dich aus der Bahn warf
und kein Sturm,
was würde dann wohl passieren ?
Glaubst es sei der Weltuntergang,
brichst,
wie ein Grashalm im Wind,
schon bei einem lauem Lüftchen,
welches durch dein Leben zog,
was, wenn einmal ein Sturm aufzieht ?







Juni 2007, Textverzeichnis C, Text 31, Ines Peters

Montag, 30. Juli 2018

Endlich ich, endlich frei


Endlich ich, endlich frei


Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.


Hab´ mich dir zu sehr angepasst,
Ich ging dabei verloren!
Alles, wie du es wolltest!

Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.
Dein Wille über allem und alles im Namen der Liebe!
Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.

Hab´ mich von dir frei gemacht,
Bin zu Haus angekommen,
Hab´ mich wieder gefunden!


Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.
Dein Wille über allem und alles im Namen der Liebe!
Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.

Hab´ mich von dir frei gemacht,
Bin zu Haus angekommen,
Hab´ mich wieder gefunden!

Endlich ich, endlich frei, endlich atmen, endlich leben,
endlich ich, endlich ich, endlich ich.






Nov. 2003 , Textverzeichnis B , Text 40, Ines Peters

Dienstag, 24. Juli 2018

Mama, warum




Mama, warum

Mama, warum gibt es Krieg, wo ihn doch keiner will.
Mama, warum gibt es Atombomben, wo sie doch keiner will.
Mama, warum hungern Menschen, wo es doch Brot für alle gibt.
Mama, warum weint diese, unsere Erde.
Tausend Fragen hast du an mich, auf die ich keine Antwort weiß.

Mama, warum sterben die Wale, wer ist Schuld.
Mama, warum gibt es ein Ozonloch, wer hat Schuld.
Mama, warum ist weiß besser als schwarz, wer hat das so festgelegt.
Mama, warum sterben immer noch Kinder an Krankheiten, die längst heilbar sind.
Tausend fragen hast du an mich, auf die ich keine Antwort weiß.

Mama, warum helfen uns die Götter nicht, wo wir doch betten.
Mama, wie lange trägt uns diese, unsere Erde noch.
Mama, haben wir noch eine Chance.
Mama, wird es ein Morgen für uns geben.
Tausend Fragen hast du an mich, auf die ich keine Antwort weiß.

Tausend Fragen hast du an mich, auf die ich keine Antwort weiß.
Tausend Fragen , die ich an unsere Politiker schrieb,
doch sie blieben mir die Antwort schuldig,
so blieb ich dir die Antwort schuldig.

Tausend Fragen hast du an mich, auf die ich keine Antwort weiß.
Tausend Fragen , die ich an unsere Politiker schrieb,
doch sie blieben mir die Antwort schuldig,
so blieb ich dir die Antwort schuldig .


August 1992  Textverzeichnis A, Text 2, Ines Peters