Dienstag, 4. Juli 2023

Ohne dich


Und nun sitz ich hier allein,

habe an uns geglaubt,

dir vertraut, wie keinem vor dir,

zerreiß jedes Foto von dir, und mit jedem Bild,

das ich von dir zerreiß,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben,

hätte nicht geglaubt,

dass das so einfach geht,

doch es geht und ich höre wieder Rock,

jeder Tag, der vergeht,

bringt mich weiter fort von dir,

ich vergess meine Sehnsucht,

hab sie abgestellt, kalt gestellt,

mein Herz zu Eis gefroren,

denke, dass ich noch lebe,

denke, dass ich noch fühle,

nein, nicht schon wieder,

dreh die Musik lauter,

will nicht mehr denken,

will nichts mehr fühlen,

nichts tat je so weh,

wie von dir verraten zu werden,

und nun sitz ich hier allein,

habe an uns geglaubt,

dir vertraut, wie keinem vor dir,

zerreiß jedes Foto von dir, und mit jedem Bild,

das ich von dir zerreiß,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben,

hätte nicht geglaubt,

dass das so einfach geht,

doch es geht und ich höre wieder Rock,

jeder Tag, der vergeht,

bringt mich weiter fort von dir,

ich vergess meine Sehnsucht,

hab sie abgestellt, kalt gestellt,

mein Herz zu Eis gefroren,

denke, dass ich noch lebe,

denke, dass ich noch fühle,

nein, nicht schon wieder,

dreh die Musik lauter,

will nicht mehr denken,

will nichts mehr fühlen,

nichts tat je so weh,

wie von dir verraten zu werden,

        und nun sitz ich hier allein,

habe an uns geglaubt,

dir vertraut, wie keinem vor dir,

zerreiß jedes Foto von dir, und mit jedem Bild,

das ich von dir zerreiß,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben.

 

 

 

 

März 2007 Textverzeichnis C, Text 10, Ines Peters

 

 

 

2. Version

 

Ohne dich

 

 

Und nun sitz ich hier allein,

habe an uns geglaubt,

dir vertraut, wie keinem vor dir,

zerreiß jedes Foto von dir, und mit jedem Bild,

das ich von dir zerreiß,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben,

hätte nicht geglaubt,

dass das so einfach geht,

doch es geht und ich höre wieder Rock,

jeder Tag, der vergeht,

bringt mich weiter fort von dir,

ich vergess meine Sehnsucht,

hab sie abgestellt, kalt gestellt,

mein Herz zu Eis gefroren,

denke, dass ich noch lebe,

denke, dass ich noch fühle,

nein, nicht schon wieder,

dreh die Musik lauter,

will nicht mehr denken,

will nichts mehr fühlen,

nichts tat je so weh,

wie von dir verraten zu werden,

          und nun sitz ich hier allein,

habe an uns geglaubt,

dir vertraut, wie keinem vor dir,

zerreiß jedes Foto von dir, und mit jedem Bild,

das ich von dir zerreiß,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben,

lösche ich dich mehr aus meinem Leben.

 

 

 

Sonntag, 2. Juli 2023

Ein Platz an der Sonne war nie für dich frei

 

für Ruth P.

 

 

Ein Platz an der Sonne war nie für dich frei,

dieser Platz war immer besetzt von Anderen !

Die große Kämpferin warst du nie,

wolltest keinem seinen Platz streitig machen,

bliebst lieber im Schatten, im Regen stehen !

 

 

 

Mit den Menschen hast du dich gefreut,

standest ihnen zur Seite, ohne große Worte !

Nie einen Dank erwartend, selten bekommen,

bist so oft einfach vergessen worden,

wenn deine guten Hände nicht mehr gebraucht!

 

 

 

Ein Platz an der Sonne war nie für dich frei,

dieser Platz war immer besetzt von Anderen !

Die große Kämpferin warst du nie,

wolltest keinem seinen Platz streitig machen,

bliebst lieber im Schatten, im Regen stehen !

 

 

 

Die Familie vergaß den stillen Menschen

viel zu schnell in ihren guten Tagen !

An ihren schlechten fanden sie den Weg zu deiner Tür,

fordernd oft, ohne daran zu denken,

dass es dir vielleicht selbst nicht gut gehen könnte!

 

 

 

Ein Platz an der Sonne war nie für dich frei,

dieser Platz war immer besetzt von Anderen !

Die große Kämpferin warst du nie,

wolltest keinem seinen Platz streitig machen,

bliebst lieber im Schatten, im Regen stehen !

 

 

 

Helfende Hände für dich gab es selten,

ob dein Leben die Hölle war, keinen interessierte es !

Wer fragte nach dir ? Wer sah nach dir ?

Warst vergessen von ihnen im Leben,

bist im Tode vergessen,

von denen, die sich Verwandte nennen !

 

 

 

 

 

Samstag, 1. Juli 2023

Wenn ich

 

Wenn ich Nähe suche und dich finde,

dann hoffe ich, dass du mich verstehst,

wie ich wirklich bin, nicht nur das Bild siehst,

welches ich nach außen trage.

 

 

 

Wenn ich Wärme suche und dich finde,

dann hoffe ich, dass du mich erkennst,

wie ich wirklich bin, nicht nur das Bild siehst,

welches ich nach außen trage.

 

 

 

Wenn ich Geborgenheit suche und dich finde,

dann hoffe ich, dass du mich siehst,

 wie ich wirklich bin, nicht nur das Bild siehst,

welches ich nach außen trage.

 

 

 

Wenn ich Vertrauen suche und dich finde,

dann hoffe ich, dass du mich begreifst,

 wie ich wirklich bin, nicht nur das Bild siehst,

welches ich nach außen trage.

 

 

 

Wenn ich Liebe suche und dich finde,

dann hoffe ich, dass du mich liebst,

wie ich wirklich bin, nicht nur das Bild siehst,

welches ich nach außen trage.

 

 

 

 

 

 

Juni 2007, Textverzeichnis C, Text 30, Ines Peters

 

Es geht mit gut, wirklich richtig gut

Ich hab dich schon lange nicht mehr gesehen.

Und wie nebenbei fragst du;

Wie geht es dir?

Fast bin ich versucht dir die Wahrheit zu sagen,

aber nur fast,

denn in deinem Gesicht kann ich

deutlich lesen, deutlich erkennen,

dass dich die Wahrheit gar nicht interessiert.

So sag ich nur,

es geht mir gut, wirklich richtig gut.

Erzähl dir von meinem Traumshop,

den es schon seit einem halben Jahr nicht mehr gibt.

Erzähl dir von meinem Traumleben auf der Sonnenseite,

auch wenn der Vermieter gerade heute

die Schlösser der Wohnung ausgetauscht hat

und ich nicht weiß, wohin mit meiner Familie.

Erzähl dir, wie gut es meiner Familie geht,

das mein Kind krank ist und ich nicht weiß,

wie ich morgen die dringend nötigen Medikamente bezahlen soll,

darüber schweige ich,

es würde dich sowieso nicht interessieren.

Es geht mir gut, wirklich richtig gut,

es könnte gar nicht besser sein,

das ich nicht mehr nur am Abgrund steh,

sondern mein Leben schon in die Tiefe fliegt,

wenn interessiert das schon.

Das ich nicht mehr nur zu nah am Abgrund steh,

sondern überlege,

ob ich meinem Leben hinterher springen soll,

wenn interessiert das schon.

Während ich auf dem Bahnsteig steh und auf die Schienen seh,

fällt mir auf, ich hab ganz vergessen dich zu fragen,

wie es dir geht, doch du hättest sicher gesagt;

es geht mir gut, wirklich richtig gut.

Erzählst mir von deinem Traumshop,

den es schon seit einem halben Jahr nicht mehr gibt,

doch wenn interessiert das schon…

 

März 2010, Textverzeichnis C, Text 68, Ines Peters